Corporate Publishing
Corporate Crossmedia
Am Anfang war das Kundenmagazin - Corporate Publishing liegt heute im Umsatz auf Augenhöhe mit Publikumszeitschriften und spielt wie diese die Klaviatur des Crossmedia.
Hergen Riedel
Nicht nur die Konvergenz der Publikums-Medien geht voran, wenn sie online und im Web 2.0 präsent
sind. Unterschiedliche Print-Genres kommen zusammen – auch weil Publikumspresse und Corporate Publishing (CP) im Crossmedia-Engagement strukturell gleiche Ziele haben. Ein Zeichen: Um neue Best Cases des CP kennenzulernen, reist die Akademie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in
die USA.
Wie korrespondiert das mit einer Erlös-Logik, die auf den Säulen Vertrieb und Anzeigen ruht? Die Antwort liegt in der Konvergenz der „Branchen“: Viele Verlage verdienen mit CP-Töchtern gutes Geld. Kai Helfritz, Geschäftsführer VDZ Akademie, beobachtet, dass „die Corporate Publishing-Aktivitäten relativ unabhängig
von den anderen Verlagsaktivitäten geführt werden, häufig in eigenen Gesellschaften. Dies macht Sinn, da das Geschäftsmodell im Vergleich zu einem klassischen Magazinverlag anders ist und somit andere Kompetenzen benötigt. Wobei sich beide Bereiche auch gegenseitig befruchten können.“
Neue Geschäftsmodelle, gleiche Herausforderungen
Die Umsätz-Größen verraten: CP liegt auf Augenhöhe mit Publikumszeitschriften. Das Forum Corporate Publishing (FCP) weist den Umsatz für 2010 mit 4,5 Milliarden Euro aus. Der VDZ rechnet 2011 mit sieben Milliarden Umsatz; davon etwas mehr als drei Milliarden für Fach- und konfessionelle Presse. Da liegt es nahe, wenn Verlage in Zeiten sinkender Anzeigenerlöse neue Geschäftsmodelle –ohne Anzeigendeckung – erkunden. Helfritz: „Die Themen aller Zeitschriftenverlage, gleich ob Corporate Publishing oder nicht, ähneln sich in Teilen; es sind die technischen Herausforderungen der Digitalisierung, ebenso Social Media oder mobile Geschäftsmodelle.“
Doch nicht nur Magazin-Verlage erschließen neue Geschäftsfelder.
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Studien:
Daten und Fakten:
