GfK Consumer Index: Verbraucher geben 2011 den Ton an
08.02.2012 -
Nach Jahren des Wachstums müssen sich die Euro-Länder auf härtere Zeiten gefasst machen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Während der Süden gegen den Absturz kämpft, ist die deutsche Konjunktur noch stärker geworden. Das geht aus dem aktuellen Gfk Consumer Index hervor.
Seit Jahren gehört Deutschland zu den Ländern mit dem
stärksten Wachstum in Europa und auch das Konsumverhalten liegt seit Monaten stabil auf sehr hohem Niveau. Das führt unter anderem dazu, dass die Arbeitslosigkeit zurückgeht, während sie in andern Ländern stark steigt.
Die Umsätze der
Fast Moving Consumer Goods entwickelten sich in den meisten Ländern positiv. Die höheren Umsätze sind jedoch auf gestiegene Preise aufgrund
gestiegener Rohstoffkosten zurückzuführen. Die mengenmäßige Nachfrage ging dagegen in fast allen Sortimentsbereichen zurück. Sowohl Handel als auch Hersteller haben die Preise vieler Warengruppen angepasst. Im Jahresdurchschnitt lag die
Steigerungsrate im Bereich LEH bei knapp drei Prozent. Am stärksten war der Preisanstieg 2011 bei den Discountern. Hier stiegen die Preise im Schnitt um 4,5 Prozent. Bei den Drogeriemärkten dagegen gingen die Preise um ein halbes Prozent zurück. Dies ist vor allem auf den anhaltenden starken
Wettbewerb unter den Hauptanbietern zurückzuführen.
Das
Preisniveau der Vollsortimenter lag 2011 rund zwei Prozent höher als im Vorjahr. Vollsortimenter profitieren vor allem von
Preispromotionen. Rund jeden vierten Euro (25,8 Prozent) haben sie 2011 mit preisreduzierten Artikeln verdient. Der Nachteil dabei: die Kunden warten immer auf die nächste Promotion und kaufen (fast) ausschließlich reduzierte Artikel.
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